Autor: epblog
• Freitag, August 13th, 2010

Es gibt Arten des Wanderns, für die man nicht laufen muss:
Wasserwandern- das ist ein Urlaub der besonderen Art. Vor allem Naturliebhaber und Wassersportler kommen dabei voll auf ihre Kosten. Deutschland bietet unendlich viele reizvolle Seenlandschaften und Flüsse, egal ob mit dem Hausboot gemütlich, abenteuerlich mit dem Kanu oder rasant mit einer Motoryacht. Für jeden Geschmack ist garantiert das Richtige zu finden.

Es ist allerdings auch einiges zu beachten, damit Wasserwandern zu einem unvergesslichen Erlebnis wird. Für die Erholung auf dem Wasser ist eine gute Mannschaft nötig. Desweiteren gilt es einige rechtliche Regeln zu beachten. Dazu gehört, die Bestimmungen der Binnenschifffahrtsstraßen- Ordung und der Landschaftsschifffahrtsordnung einzuhalten. Darin sind die zulässigen Geschwindigkeiten auf Seen, Kanälen und Flüssen festgehalten.

Für Sportboote mit maschinenbetriebenen Antrieb darf auf Seen nicht schneller als 25km/h gefahren werden. Kanäle dürfen mit höchstens 9 km/h und Flüsse mit höchstens 12 km/h durchfahren werden. Doch Achtung, für viele Gewässer in Deutschland gibt es Sonderbedingungen, mit denen man sich unbedingt im Vorfeld der Reise vertraut machen sollte. Weitere Auskünfte erteilt der Deutsche Motoryachtverband oder der ADAC für Grenzverkehr und Sportschifffahrt. Kartenmaterial für Vernetzte Wasserlandschaften oder für Nord- und Ostsee ist beim Bundesamt für Schifffahrt und Hydrografie erhältlich.

Wer kein eigenes Boot besitzt, muss auf das Wasserwandern keinesfalls verzichten. Mit einem Sportbootführerschein ist es überall möglich, bei einem Bootsverleih das passende Boot zu mieten. In einigen ausgewiesenen Regionen Deutschlands ist es inzwischen auch möglich, sich ohne Sportbootführerschein ein Boot auszuleihen. Dieses darf nicht länger als 15 Meter sein und nicht schneller als 12 km/h fahren. Außerdem dürfen nicht mehr als 12 Personen an Bord transportiert werden und Nachtfahrten sind ohne Führerschein auch nicht gestattet. Wichtig in beiden Fällen ist die gründliche Einweisung für alle Mitfahrer sowie die Maße des Bootes für Brücken und Schleusen beispielsweise.

Naturschutz wird beim Wasserwandern sehr groß geschrieben. Um die Wasserqualität nicht zu verschlechtern, dürfen keine Treibstoffe oder Fäkalien ins Wasser geleitet werden. Schilfgürtel dürfen nicht befahren werden, um Pflanzen und Tiere in dieser Region zu schützen.

Kollegialität ist bei Wasserwanderern oberstes Gebot. So ist es für jeden selbstverständlich, anderen in Not und bei Havarie zu helfen. Motorbootfahrer haben immer auf Kanu- oder Paddelbootfahrer zu achten, da diese in den Wellen leicht kentern können.

Da diese Art von Erholung auf dem Wasser so vielseitig ist, wird sie immer populärer. Ob Familien, Paare oder Einzelpersonen, ob Aktivurlaub oder einfach nur die Ruhe genießen. Für jeden Typ und für jeden Geldbeutel gibt es ein passendes Angebot. Man muß es nur mal ausprobieren.

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