Die Auswahl beim Kauf neuer Wanderstiefel ist schier unglaublich. Sie reicht vom billigen Saisonangebot beim Discounter für 30 €uro bis hin zum Hightechschuh für knappe 300 Euro.
Wobei zuerst die Frage im Vordergrund stehen sollte:
Für welchen Zweck wird der Schuh hauptsächlich benötigt?
Bergtourer die sich vorwiegend in schwierigem Gelände mit losem Geröll und rutschigen Wegen bewegen, benötigen sicher einen anderen Wanderstiefel als der Wochenendwanderer, der die gängigen, gut ausgebauten Pfade in der Umgebung erkundet.
Die Unterschiede bei Wanderstiefeln ergeben sich durch Material, Ausstattung und Verarbeitung.
Wanderstiefel aus Leder sind schwerer als Stiefel aus Nylon oder einem Materialmix.
Dafür sind sie haltbarer, relativ wasserdicht, aber auch weniger atmungsaktiv.
Bei der Ausstattung bestehen Unterschiede, was den Sohlengrip angeht, die Festigkeit des Schuhs an Fuß und Knöchel, wie atmungsaktiv der Schuh ist und wie flexibel er sich an den Fuß und an die Bewegung anpasst.
Die Unterschiede bei der Verarbeitung ergeben sich in der Herstellung des Schuhs dadurch ob er geklebt oder genäht wurde. Meist sind Wanderstiefel doppelt genäht, aber es gibt sie auch dreifach genäht.
Um die Kaufentscheidung etwas zu erleichtern werden Wanderstiefel in verschiedene Kategorien eingeteilt.
- A: ausgedehnte Spaziergänge, leichte Wanderungen in einfachem Gelände
- B: feste Sohle, hoher Schaft, für klassische Bergwandertouren
- C: schwerer Stiefel, sehr feste Sohle, hoher Schaft, geeignet für Schnee und Wanderungen in Hochlagen
- D: sehr schwer, hoher Schaft, steife Sohle, geeignet für Klettertouren und Steigeisen.
Die endgültige Kaufentscheidung sollte jedoch stets individuell nach einer Kaufberatung und entsprechender Anprobe getroffen werden.
